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Ausbildungskooperation mit Gerry Weber - Ausbildung zum Textil- und Modenäher, hier bei Halfar im Musterbau

Halfar und Gerry Weber bilden gemeinsam Textil- und Modenäher/innen aus

Seit August 2017 bildet Halfar angehende Textil- und Modenäher/innen aus. Dieser ist ein 2-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie. Textil- und Modenäher/innen fertigen Musterteile, Prototypen und Kleinserien von textilen Erzeugnissen an. Ihr Aufgabenspektrum erstreckt sich von der Planung der Produktionsschritte, über das Zuschneiden von Materialien, bis hin zur Fertigstellung des Produktes und dem Finishing.

Bei Halfar im hauseigenen Musterbau und in der Näherei haben unsere Auszubildenden die Möglichkeit, viele Verfahren und Techniken zu erlernen. Beginnend bei der Schnitterstellung, über den Zuschnitt und die Konfektionierung bis hin zur Anbringung einer Veredelung. Um den Auszubildenden die Möglichkeit zu eröffnen, Fertigkeiten in Bezug auf andere textile Erzeugnisse, wie z.B. Bekleidung und Taschen, zu erwerben, haben die beiden Spezialisten Gerry Weber International AG und Halfar System GmbH eine Ausbildungskooperation geschlossen. Im Rahmen ihrer Ausbildung erhalten die Auszubildenden beider Firmen auf diese Weise die Möglichkeit, Einblicke in die spezifischen Verfahren zu nehmen und das komplette Spektrum des Berufsbildes zu  erlernen.

Was erlernen angehende Textil- und Modenäher/innen bei Halfar?

Im Folgenden berichtet unser Kollege Khalil über seine Ausbildung. Zu Beginn steht eine intensive Beschäftigung mit den unterschiedlichen Materialien und ihrer Beschaffenheit an. Das Wissen ist Voraussetzung dafür, später Kundennutzen, Verwendungszweck und Fertigungsverfahren richtig zusammenbringen zu können und auf diese Weise zu einem möglichst nachhaltigen Produkt zu gelangen. Im Weiteren erlernt er die verschiedenen Fertigkeiten. Von der Schnitterstellung, über die Bedienung von Plotter oder Stanze bis hin zu den einzelnen Nähtechnologien, die für HALFAR® Produkte angewandt werden. Außerdem erlernt er Schweiß- und Klebetechniken, die er dann in der Praxis anwendet, wenn er z.B. ein neues Taschenmodell erstellt. Ziel ist es, sowohl selbstständig als auch sach- und fachgerecht Material und Verfahren auswählen und anwenden zu können. Neben den handwerklichen Kenntnissen und Fertigkeiten müssen daher z.B. auch die Sicherheitsbestimmungen sowie Textil- und Pflegekennzeichen erlernt werden.

Ein weiterer Pluspunkt, den Halfar den Auszubildenden im Rahmen dieses Ausbildungsberufs bietet, ist die Möglichkeit unterschiedliche Veredelungstechnologien und -prozesse kennenzulernen. Da wir mittlerweile 13 Veredelungstechniken anbieten, von denen wir die meisten im eigenen Haus in Bielefeld umsetzen, können die Auszubildenden direkt vor Ort und ganz praxisnah lernen. Die hochmodernen Stickmaschinen und die Siebdruckerei im Haus sind beispielsweise in anderen Betrieben eine Seltenheit und deswegen auch für externe Auszubildende sehr interessant. Spannend für die angehenden Textil- und Modenäher/innen wie Khalil ist es zu erleben, wie verschiedene Veredelungsverfahren und Materialien miteinander korrelieren. Mit diesem Wissen sind sie befähigt, Produkten durch eine individuelle Veredelung einen ganz eigenen Charakter zu verleihen.

Ausbildungselemente, die bei Gerry Weber vermittelt werden

Die Gerry Weber International AG, der bekannte deutsche Mode- und Lifestylekonzern mit Sitz in Halle (Westf.), bildet ebenfalls im Berufsfeld Textil- und Modenäher (m/w) aus. Hier werden täglich neueste Trends für die sechs Marken (GERRY WEBER, TAIFUN, SAMOON, talkabout, HALLHUBER und GR[8]FUL) designed, entwickelt und produziert. Neben den Kenntnissen in Material, Schnitt und Produktionsverfahren erlernen die Auszubildenden bekleidungstechnische Ausbildungselemente wie „Bügel- und Fixiertechniken“ sowie das „Finishen von Fertigerzeugnissen“.

Durch die Kooperation zwischen den beiden Spezialisten haben die Auszubildenden die Möglichkeit ein so breites Spektrum ihres Berufsfeldes kennenzulernen, wie es kaum einem Betrieb alleine zu vermitteln möglich wäre. Vom hoch technischen Schweißverfahren über eine breite Materialkunde, unterschiedlichste Kundenanforderungen und Veredelungstechnologien wird den jungen Nachwuchskräften wichtiges Experten-Wissen vermittelt.

 

Großer Nutzen der Kooperation für die Auszubildenden

Für unsere Auszubildenden bietet die Kooperation mit Gerry Weber eine gute Gelegenheit, gänzlich andere textile Produkte und die damit einhergehenden Verarbeitungsmethoden kennenzulernen. Für die Auszubildenden von Gerry Weber stellen sowohl unser Maschinenpark als auch die unterschiedlichen Veredelungsmöglichkeiten im Haus (Stick, Siebdruck, Transferdruck) einen großen Mehrwert dar. Daher werden seit 2018 die Auszubildenden für einige Tage oder Wochen wechselweise in den Partnerbetrieb entsendet, um die Ausbildungsinhalte zu erlernen.

So berichtet unser Auszubildender Khalil begeistert von seinen Eindrücken, die er bei Gerry Weber gewinnen konnte.

„Einen international aufgestellten Konzern mit so vielen Marken kennenzulernen ist sehr spannend! Auch die Ver- und Bearbeitung von Bekleidung zu sehen ist sehr interessant und bereichernd. In den Wochen, die ich bei Gerry Weber verbringen durfte, konnte ich vielfältige Eindrücke sammeln.“

Parallel zu Khalils Einsatz waren zwei Auszubildenden von Gerry Weber bei uns im Haus und konnten ihre Ausbildungsinhalte ergänzen und zusätzliches Fachwissen erlernen.

Wir freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit Gerry Weber!

Auslandsworkshop der Sparkasse Bielefeld

Von Azubis für Azubis: 3. Auslandsworkshop der Sparkasse Bielefeld

Was versteht man unter einem Dokumenten-Akkreditiv? Worauf muss ich bei Reisen ins Ausland achten? Und was ist eigentlich ein S-CountryDesk? Fragen über Fragen, mit denen sich kaufmännische Auszubildende vor ihren Prüfungen beschäftigen müssen. Damit sich aber nicht jeder Auszubildende in der Bielefelder Umgebung allein auf die Prüfung vorbereiten und die Begriffe einfach auswendig lernen muss, hat sich die Sparkasse Bielefeld etwas Besonders ausgedacht. Ein Auslandsworkshop unter dem Motto „Spielerisch einfach lernen“.

Auslandsworkshop der Sparkasse Bielefeld

Prüfungsvorbereitung einmal anders

Am 31.01.2018 fand zum 3. Mal der Auslandsworkshop der Sparkasse Bielefeld statt. Der Workshop wird von den Auszubildenden der Sparkasse Bielefeld vorbereitet und durchgeführt. Er dient als Prüfungsvorbereitung für kaufmännische Auszubildende in der Region und soll wichtige Prüfungsthemen rund um das Auslandsgeschäft auf eine interessante Art und Weise vermitteln.

In diesem Jahr haben sich rund 100 Azubis aus Bielefelder Unternehmen zum Auslandsworkshop im Lenkwerk angemeldet. Auch die kaufmännischen Auszubildenden von HALFAR® waren dabei und haben an der Veranstaltung teilgenommen. Insgesamt gab es drei Workshops mit den Themen-Schwerpunkten Dokumentenakkreditiv, Dokumenteninkasso und Incoterms. Die Azubis der Sparkasse haben sich spannende Methoden überlegt, um den Teilnehmern die einzelnen Begriffe näherzubringen. Mit großen Geldscheinen wurde z.B. der Zahlungsverkehr veranschaulicht. Durch das aktive Mitmachen fällt es vielen Azubis leichter, sich die vielen abstrakten Informationen zu merken und zu verstehen. Denn erst wenn man etwas wirklich verstanden hat, kann man es in der Prüfung auch in eigenen Worten wiedergeben.

 

Vorträge und Gewinnspiele rundeten das Programm ab

Neben den Workshops gab es zwei Vorträge zum Thema Reise- und Auslandssicherheit. Die Referenten berichteten über ihre eigenen Erfahrungen, die sie oder ihre Kunden bereits im Ausland gemacht haben und erklärten den Auszubildenden, worauf sie z.B. bei einer Reise in den Nahen Osten achten sollten. Diese Informationen sind nicht nur für privat Reisende interessant, sondern auch für beispielsweise zukünftige Außendienst-Mitarbeiter. Des Weiteren bietet die Sparkasse selbst z.B. den sogenannten S-CountryDesk an. Ein internationales Netzwerk der Sparkassen-Finanzgruppe, das Unternehmen, die sich international aufstellen wollen, viele wichtige Informationen bietet.

Abschließend hatten die Teilnehmer die Möglichkeit am Gewinnspiel teilzunehmen. Hier ging es darum, möglichst viele Fragen zu den zuvor besprochenen Themen richtig zu beantworten. Als Belohnung winkten pro richtiger Antwort 10 € in bar. Außerdem wurden unter allen Teilnehmern des Workshops u.a. Konzertkarten verlost.

Das Fazit unserer Auszubildenden ist, dass sie bei den Workshops viel lernen konnten und sich nun gut auf die bevorstehenden Prüfungen vorbereitet fühlen. Wir drücken ihnen auf jeden Fall schon jetzt die Daumen für ihre Abschlussprüfungen!

Auszubildende bei Halfar - Jacqueline

Ausbildung bei Halfar – Azubis im Interview: Mediengestalterin

Im zweiten Teil unserer Reihe „Ausbildung bei Halfar – Azubis Im Interview“ haben wir Euch Julian vorgestellt, der seit August diesen Jahres eine Ausbildung zum Industriekaufmann macht. In diesem Beitrag stellen wir Euch Jacqueline vor. Sie ist in den letzten Zügen der Ausbildung zur Mediengestalterin und absolviert im Januar ihre Abschlussprüfung.

Wir haben sie gefragt, wie sie zu HALFAR® kam, welche Eindrücke sie in den letzten zweieinhalb Jahren gesammelt hat und wie es nach der Ausbildung weitergeht:

Jacqueline macht eine Ausbildung zur Grafikdesignerin bei Halfar.

Jacqueline, warum hast Du dich nach der Schule für eine Ausbildung und nicht für ein Studium entschieden? 

Ich habe mich einfach nicht für ein Studium bereit gefühlt. Meiner Meinung nach muss man da richtig Lust drauf haben und dafür brennen, sonst wird das Studium wirklich schwierig. Eine Ausbildung erschien mir deshalb sinnvoller, auch weil ich dann praktisch sehr viel mehr mitnehmen und Unternehmensstrukturen besser kennenlernen kann. Das war mir wichtig.

Wie bist Du auf eine Ausbildung bei Halfar aufmerksam geworden? 

Ich habe mich über die Bundesagentur für Arbeit im Internet schlau gemacht und bin so auf Halfar aufmerksam geworden.

Wie lange wird deine Ausbildung voraussichtlich dauern? 

Ich bin jetzt im dritten Lehrjahr. Allerdings verkürze ich die Ausbildung aufgrund meiner Vorbildung als Gestaltungstechnische Assistentin in Grafikdesign (kurz GTA in Grafikdesign) und bin voraussichtlich im Januar 2018 fertig.

Was waren Deine ersten Eindrücke bei Halfar? 

Ein sehr aufgeschlossenes und kollegiales Klima. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt, da alle sehr kommunikativ und hilfsbereit sind.

Welche Tätigkeiten konntest Du bisher erlernen und anwenden? 

Ich selbst bin fast ausschließlich in der Grafik eingesetzt und habe schon so gut wie alles in grafischer Hinsicht gelernt. Der Umgang mit Photoshop, Illustrator und InDesign, um die drei wichtigsten Programme zu nennen. Vor kurzem wurde ich im Digitaldruck eingearbeitet und habe unsere gängigen Maschinen kennengelernt und an ihnen gearbeitet. Ansonsten habe ich einen guten Überblick über die Abläufe in unseren Vertriebsteams sammeln können, ebenso wie einzelne Abläufe im Lager. Dadurch, dass die Grafik jeden Tag eng mit dem Produktmanagement und Marketing zusammen arbeitet, bekomme ich auch hier viel Input.

Welche Vorstellungen hast Du für die Zukunft bei Halfar? 

Glücklicherweise kann ich sagen, dass ich nach meiner Ausbildung bei Halfar übernommen werde, was mich sehr freut. Ich hoffe einfach, dass ich mich dann noch mehr einbringen kann und freue mich, neue Projekte angehen zu können.

Was hat Dir bisher am meisten gefallen? 

Dass mir schnell Aufgaben zugeteilt wurden, die ich eigenständig und eigenverantwortlich bearbeiten konnte. Ich selbst habe mich hier sehr schnell nicht mehr nur als Azubi gefühlt, der, wie in schlechten Klischees, Kaffee kochen soll oder den Laufboten spielt, sondern wurde direkt in den Arbeitsalltag integriert. Viele Kollegen haben mich schon nach kurzer Zeit nicht mehr als Auszubildende gesehen, das macht einen schon sehr stolz.

Was hat Dir bisher am wenigsten gefallen? 

Da ich erst die zweite Auszubildende im grafischen Bereich bin, gab es bis vor einigen Monaten leider noch keinen geordneten Einarbeitungsplan wie bei den Auszubildenden der anderen Bereiche. Zusammen haben wir diesen nun ausgearbeitet, damit kommende Auszubildende alle Abteilungen bei Halfar zeitnah kennenlernen können.

Was macht Halfar zu einem guten Ausbildungsbetrieb?

Wie schon erwähnt, finde ich das Arbeitsklima hier super. Jeder hat ein offenes Ohr und hilft, wo er kann. Meiner Meinung nach hat Halfar etwas sehr familiäres (trotz der Größe) und fast jeder wird geduzt, was es umso einfacher macht Probleme oder Verbesserungsvorschläge anzusprechen. Man wird schnell integriert und die einmal jährlich stattfindenden Incentives zur weiteren Teambildung zwischen unterschiedlichen Teams finde ich eine klasse Idee. So lernt man seine Kollegen nochmal auf einer ganz anderen Ebene kennen und kann so auch die ein oder andere Freundschaft schließen.

Vielen Dank für dieses Interview, Jacqueline! Wir wünschen Dir für Deine Abschlussprüfungen viel Erfolg!