Die HanseBag aus gebrauchten Kaffeesäcken

HanseBag – Die Tasche aus Kaffeesäcken

Nachhaltig statt langweilig

Junge, komm bald wieder, bald wieder nach Haus… Seefahrerromantik, herrlich! Bei dieser Kuriertasche kommt sie ganz sicher auf. Denn für die HanseBag wurde etwas ganz Besonderes vernäht: gebrauchte Kaffeesäcke. So wie jeder Sack einmalig ist in seinem Aufdruck und Beschnitt, wird auch jede Tasche daraus zu einem Unikat. Ein gelungenes Beispiel für ein kreatives Recycling.

Heute, in Zeiten von Vintage-Style und Da-Wanda, werden die Säcke ja fast so hoch gehandelt wie ihr edles Inneres. Auf Pinterest gibt es eigene Seiten mit DiY-Ideen aus gebrauchten Kaffeesäcken. Kein Wunder, bringen sie doch den Duft von Kaffee und vor allem von der schönen weiten Welt nach Hause. Man sieht die Plantagen vor seinem inneren Auge, spürt die Wellen auf der endlosen Weite des Meeres, hört alte Seemanslieder und die Kommandos beim Löschen der Ladung am Heimathafen. Hamburg, meine Perle! Sie merken schon: So ein Kaffeesack ist mehr als ein Transportutensil. Seine Geschichte und Authentizität zeichnen ihn aus. Und genau darum ist er auch so ideal für ein Werbemittel geeignet, als Merchandising oder Prämie.

Die HanseBag aus gebrauchten Kaffeesäcken

Nachhaltig statt langweilig: Die HanseBag aus gebrauchten Kaffeesäcken der Firma Hansesack aus Hamburg. Jede Tasche ein Unikat.

Hansesack macht HanseBags – mit HALFAR®

Genau das machte sich das Label Hansesack aus der Hamburger Hafenstadt zu Nutze. Zusammen mit HALFAR® realisierten sie 2006 die HanseBag – und waren mit die Ersten auf dem Markt der recycelten Kaffeesäcke. Mit Erfolg: für Idee und Umsetzung gab es den Promotional Gift Award. Die Auszeichnung der Branche für besonders überzeugende und begeisternde Werbemittel.

Denn die HanseBag ist nicht nur gut gedacht, sondern auch sehr gut gemacht. Für den Korpus setzt HALFAR®  robustes, schwarzes Polyester ein. Der Schnitt ist ein klassischer sportlicher Kuriertaschenschnitt mit großem Überschlag. Und für diesen vernäht HALFAR® die Kaffeesäcke. Das grobe Sackleinen ist also für den Taschennutzer bei jeder Berührung spürbar. Während außen alles im Zeichen des Kaffeesacks designt ist, denkt die Tasche innen ganz praktisch und zeitgemäß. Auf Wunsch kann die HanseBag mit einem schützenden Inlay für ein Notebook ausgestattet werden.

Hätten das die Seeleute von damals gewusst – sie hätten sich gewundert, was aus einem alten Sack so alles werden kann.

Die TyreBag - eine Werbetasche aus Fahrradreifen

Wie aus Fahrradreifen Werbetaschen werden

Eine gereifte Idee: die TyreBag

Wie es zu dieser Tasche gekommen ist? Das stelle ich mir ungefähr so vor: Der Marketingstratege eines großen Herstellers für Fahrradreifen flickte eines Abends das Fahrrad seiner Tochter. Im Mantel fand er so allerhand: eine Scherbe, ein Steinchen, einen Nagel und eine kleine Perle. Ein wahres Lager, das seine Kleine da mit sich herumgefahren hat. Wie in einer Tasche…. Tasche? Genau! Ein Fahrradmantel als Tasche, das wär doch was!

Von der Idee zur Umsetzung

So oder so ähnlich könnte die Idee zur TyreBag geboren worden sein. Wahr ist eines: die TyreBag bedient sich der Original Materialien eines Fahrradreifens. Aus einem Fahrradmantel, einem Fahrradschlauch und einem Stück Plane entsteht diese kreative Tasche. Recycling im ursprünglichen Sinne ist das zwar nicht, denn die Materialien sind neu. Allerdings könnte hier durchaus Ausschussware verwendet werden. Also Mäntel, Schläuche und Planen, die aufgrund kleiner Produktionsfehler zwar nicht für den Einsatz am Rad taugen, aber als Material für eine Tasche sehr wohl geeignet sind.

So oder so: Eine nachhaltige Marketingidee ist die TyreBag in jedem Fall. Denn die Verwendung von Kundenmaterialien für individuelle Taschen wirkt. Und wirkt. Und wirkt. Bei jedem Griff zur Tasche hat der Nutzer nicht nur die Marke vor Augen, sondern das Produkt direkt in der Hand. Näher und emotionaler geht es wohl kaum.

Die TyreBag - eine Werbetasche aus Fahrradreifen

Die TyreBag – eine Werbetasche aus Fahrradreifen

So schaffte HALFAR® eine Tasche, die jeden Fahrradenthusiasten dahinschmelzen lässt. Und die für die Fahrradreifen-Marke einen ebenso kreativen wie einprägsamen Markenauftritt schafft. Das sah die Jury vom Promotional Gift Award genauso und verlieh der TyreBag gerne ihren Preis.

Blühen Euch jetzt auch bereits Ideen, woraus man eine Werbetasche entwickeln könnte? Teilt sie mit uns. Wir sind gespannt auf Eure kreativen Vorschläge.

Wie aus gebrauchten Ledersitzen Taschen werden

Die Lufthansa-Tasche von HALFAR®

Ich kann einen Sitz im Flugzeug chartern. Ich kann ihn mit meinem Nachbarn tauschen („Tschuldigung, mir wird schlecht, wenn ich nicht am Fenster sitze… Dürfte ich..? „). Ich kann auf ihm schlafen, essen oder vorfreudig herumzappeln. Aber einen Sitz mitnehmen und um die Schulter tragen? Geht auch! Wenn das feine Leder der Sitze zu einer Tasche vernäht wurde. Und der Flugzeug-Anschnallgurt zum Taschen-Schultergurt erklärt. Das ist Recycling auf die kreative Art.

Genauso hat es HALFAR® gemacht und damit einen echten Senkrechtstarter für den Lufthansa WorldShop gestaltet. Denn zum einen steckt in jeder dieser Taschen ein wenig vom Traum des Fliegens, von Fernweh und Sehnsucht. Zum anderen bietet die Tasche echte Business-Class-Qualitäten: gepolstertes, herausnehmbares Laptop-Fach, Fächer für Handy und Stifte, rückseitige Schlaufe für einen Trolley und und und…

Die Lufthana-Tasche ist ein einzigartiges Unikat und passt im Design perfekt zur Fluggesellschaft.

Die Lufthansa-Tasche ist ein einzigartiges Unikat und passt im Design perfekt zur Fluggesellschaft.

Promotional Gift Award für die Lufthansa-Tasche

So setzte der Kranich auch am Boden zu einem Höhenflug an und die Lufthansa-Tasche erhielt den Promotional Gift Award 2011. Eine Auszeichnung, die für besonders kreative Werbemittel-Ideen steht. Was die Lufthansa-Tasche neben dem genialen Recycling-Prinzip außerdem so gut macht, ist, dass sie hervorragend zur Marke Lufthansa passt. Material und Verarbeitung glänzen auf höchstem Niveau. Das Design ist modern und stilvoll zugleich. Und für den Merchandising Shop eines Luftfahrtkonzerns ist eine Tasche natürlich ein mehr als sinnvoller Artikel.
Anstatt also alte Sitze auszumustern, lässt sich der Bezugsstoff recyceln. So verhilft man ihm zu einem zweiten Leben und zu Nachhaltigkeit im schönsten Sinne. Es nutzt wertvolles Material weiter, vermeidet Abfall und schont natürliche Ressourcen.

Wenn ich mich da so umsehe, lauern plötzlich überall Taschen. Die 70er-Jahre Vorhänge in der Kantine? Wären astreine Zugbeutel. Das gemusterte Polster im Bus? Könnte samtweiche originelle Umhängetaschen abgeben. Und die blaue Uniform der Stewardesse mit den goldenen Streifen. Ziemlich schick für einen Shopper oder? Wer weiß, vielleicht sehen wir diese Materialien ja als Tasche wiedergeboren in den Flughafen-Shops wieder.

Wie aus Airbags Taschen werden

Die AirBag aus … na ratet mal!

Noch nie in meinem Leben bin ich mit einem AirBag in Berührung gekommen. Zum Glück. Aber das soll sich jetzt ändern und zwar völlig unfallfrei. Dank HALFAR®. Denn das Team der Sonderanfertigungen hat aus dem Airbag die AirBag gemacht – also eine Tasche aus dem Material der lebensrettenden Aufprallkissen.

Die AirBag aus dem Airbag - eine ganz spezielle Sonderanfertigung.

Die AirBag aus dem Airbag – eine ganz spezielle Sonderanfertigung.

Eine Frage des Materials

Fühlt sich besonders an, das Material aus dem die AirBags gemacht werden. Weich, geschmeidig, leicht – und damit erst einmal ganz anders als ich es erwarten würde. Besonders fallen die Nähte auf. Sie geben der Tasche eine individuelle Zeichnung. Welches Stück aus dem Airbag ist das denn? Gar keins, klärt man mich auf. Denn für die Taschen wurde das Material der Airbags verwendet, nicht aber die Airbags selbst. Es kam auf der Rolle zu HALFAR®. Nicht ganz so einfach, aus diesem leichten Nylon eine Tasche zu machen, oder?

Peter Leseberg, Marketingleiter bei HALFAR®, erzählt mir von der Herausforderung, original Kundenmaterial zu verarbeiten. Designer und Schneider müssen ganze Arbeit leisten, um mit den gelieferten Stoffen einen Schnitt zu entwickeln, der machbar ist, dabei gut aussieht und zudem dem Wesen des Materials entspricht. Das wirft einige Fragen bei mir auf zum Wie, Was und Warum. Das HALFAR® Team skizziert den Arbeitsprozess freundlicherweise für mich auf. Und zwar so:

Schritt für Schritt zur Recycling Tasche

  1. Material-Check
    Taugt das Material wirklich zur Tasche? Was einmal Tasche werden will, muss nähbar, formbar und natürlich sauber und gereinigt sein.
  1. Nähtest
    Ran an die Nähmaschine. Wenn Dicke und Struktur passen und die Naht hält, ist das ein erstes Ja. Manchmal nutzen die Recycling-Taschen von HALFAR® auch noch mehr als Textilien, also Verschlüsse, Gurte etc. Auch diese Zutaten werden ausprobiert.
  1. Ideen-Entwicklung
    HALFAR® fertigt Werbemittel-Taschen, die Marken transportieren – ob als Promotionartikel, als Prämie für Kunden oder als kleine Aufmerksamkeit und Identifikationsstifter für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das eigene Material zu nutzen, macht eine Marke sprichwörtlich greifbar. Das ist hoch emotional. Gemeinsam mit dem Kunden geht es im ersten Gespräch darum, für wen diese besondere Tasche gemacht wird und was sie ausdrücken sollte.
  1. Design-Entwurf
    Die Ausrichtung ist also klar, jetzt geht es darum, diese Gedanken in ein Design umzusetzen. Und zwar in eines, das mit dem gelieferten Material auch tatsächlich funktioniert. Mit dem weichen Airbag beispielsweise hätte man wohl kaum eine überzeugende Kuriertasche nähen können. Ein Shopper aber geht. Die Entwickler machen Skizzen – oder gehen direkt zum nächsten Schritt über.
  1. Musterbau
    Die Probe aufs Exempel: Am ersten handgefertigten Muster sieht man, ob die Designidee funktioniert. Diese erste Tasche aus dem eigenen Material genäht, ist für die Kunden ein Aha-Erlebnis. Jetzt entscheidet sich, wie das Projekt weiter geht.
  1. Letzter Schliff
    Vielleicht ein Reißverschluss hier? Oder den Träger lieber so? Am Muster wird noch ein wenig herumprobiert. Wenn alle zufrieden sind, geht es in die Produktion.
  1. Serien-Produktion
    Geschafft, jetzt wird aus einem Muster eine komplette, einzigartige Taschenserie. Die Fertigung findet in der Regel bei HALFAR® in Bielefeld oder bei Partnern in Europa statt.

Übrigens: Die AirBag kam bei den Mitarbeitern und Kunden des Airbag-Herstellers so gut an, dass eine ganze Serie entstanden ist. Eine Beachtasche, ein Shopper, eine Umhängetasche – sogar kleine Schlampermäppchen hat HALFAR® genäht.

Auch der Shopper aus dem Airbag kam gut an.

Auch der Shopper aus dem Airbag kam gut an.

Wie es eigentlich zu dem Auftrag gekommen ist, lest Ihr auch im Interview mit Peter Leseberg.